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Hallo, und guten Tag!

Welcome!

Dies ist mein neuer blog!

Hoffe Euch in Zukunft hier häufiger zu sehen! !

Hasta luego!

Danke für Euer Interesse!

Wolfgang

P.S. :Leider ist mein alter Blog unzugänglich geworden.
Ich setze von heute an neu an.


Ross und Reiterin

Das Peiner Land bietet mit Pferdekoppeln und Reiterhöfen tolle Möglichkeiten für Pferdesport. Eigentlich machen nicht die Pferde Sport, sondern die oben drauf sitzen.

In Deutschland leben rd. 1.3 Mio. Pferde, die in Pferdesportdisziplinen und beim Freizeitreiten genutzt werden. Einige rennen auf Rennbahnen für  Geld um die „Wette“.

Niedersachsen ist Pferdeland“, das springende weiße Sachsenross im Landeswappen legt davon Zeugnis ab.

Es gibt knapp 1.900 Pferdesportler im Peiner Land, davon 75% Frauen, 90 % beim Nachwuchs.

Über eine Quote für Männer wird nicht nachgedacht.

Früher diente das Pferd vor allem Männern, als Stolz der Kavallerie, fürs edle Rittertum und beim Ackern.  Mit dem Einzug von Dampfmaschine und Verbrennungsmotor verlor sich das männliche Pferdeinteresse. Motorkraft messen Männer aber noch in Pferdestärken (PS).

Die Einheit PS wurde abgeleitet von der Leistung eines Grubenpferds, das Kohlesäcke hochzieht.

Heutzutage befassen sich lieber Frauen, vor allem Mädchen mit Pferden.

Liebevoll striegeln und bürsten sie den Hottemax vor und nach dem Ausritt.

Pferde sind neugierig und nicht gern allein, wie wir Menschen.

Pferde ernähren sich rein vegan und sind kein Nahrungskonkurrent des Menschen.

Bei extensivem Weidegang sorgen Pferde für Artenreichtum auf der Weide, von ihren Äpfeln profitieren Insekten und Gärtner.

Erwachsene Pferde können sich stundenlang im Stehen ausruhen, das sagt man Beamten, wie ich einer war, gerne auch nach.

Ein Pferd ist nicht billig, manche starten daher mit einem Pony. Für den Durchschnittspreis eines guten Reitpferdes kaufen sich Kerle ein cooles Quad oder ein Motorrad oder ein Auto.

Im Peiner Land gibt hervorragende Pferdekenner, Züchter und Reiter.  Ich bewundere das, bin aber  für Pferdesport viel zu schissig.  Reitsport ist gefährlich, er liegt nach Wingsuit-Fliegen, Motorsport und Drachenfliegen an 6.er Stelle.

Mein Pferdekontakt beschränkt sich auf unser Schaukelpferdchen. Es hat unseren Kindern viel Freude bereitet. Nun wartet es auf seinen Einsatz durch die Enkel.

Klimaretter wollen, dass das Auto abgeschafft wird. Das EU-Parlament hat beschlossen, der CO2-Ausstoß von Autos muss radikal reduziert werden.

Bleiben Pferde als umweltschonende Mobilitätschance.

Pferde pupsen aber Methan (CH4), deutlich treibhausrelevanter als CO2.  Die Umweltbelastung einer Pferdehaltung soll gemäß einer schweizerischen Untersuchung das 15-fache einer Katzenhaltung betragen.

Na und?

Vielleicht stimmt doch, was Kaiser Wilhelm II. gesagt haben soll:

„Das Auto ist eine vorübergehende Erscheinung. Ich glaube an das Pferd“. 

Sie glaubt an das Pferd
Sie glaubt an das Pferd!

Muttertag

Am 12. Mai diesen Jahres war wieder Muttertag! Es gibt ihn bei uns seit knapp 100 Jahren.

Meine Mutter war lange Alleinerziehende. Ich war der älteste von vier Kindern, die meine Mutter durchbringen wollte. Sie hat es mit großem Erfolg geschafft. Mein Vater hatte das Weite gesucht, als ich 14 Jahre alt war. Besonders ab dann realisierte ich, welches Überlebensprogramm meiner Mutter abverlangt wurde.

Sie war für uns da, immer! Sie arbeitete als Lehrerin. Noch heute ist sie von einer unglaublichen Stärke und Disziplin, wie viele Frauen, die den 2. Weltkrieg erlebten.

Angeblich gab es bei den alten Griechen und den Römern auch schon Vergleichbares wie den Muttertag, nur waren die damaligen Kaufleute und Floristen nicht so pfiffig, wie heutzutage.

Kaum einer weiß hierzulande, dass der Muttertag von der englischen und amerikanischen Frauenbewegung herrührt. Im 19. Jahrhundert startete in Amerika eine Mütter-Friedenstag-Initiative, um zu erreichen, dass ihre Söhne nicht mehr in Kriegen geopfert werden sollen.

Hochaktuell finde ich.

Amerikanische Methodistinnen erreichten, dass der US-Kongress 1914 beschloss, dass der 2. Sonntag im Mai als Muttertag gefeiert werden sollte.

Der Verband Deutscher Blumengeschäftsinhaber führte 1922 dann hierzulande den Muttertag als Blumenwunschtag ein.

Die Nazis okkupierten den Muttertag für ihre absurden völkisch-germanischen Vorstellungen, darunter leidet dieser Tag noch heute.

In Deutschland startete der Muttertag 1950 neu.

Alle Blumenläden dürfen seitdem an diesem Tag geöffnet bleiben, das ist für viele ein hervorstechendes Merkmal dieses Nicht-Feiertages.

Mütter müssen hart im Nehmen sein. Im Job fragt der Chef scheinheilig: „Haben Sie sich das auch gut überlegt?“, in Bus und Bahn stöhnen Mitreisende, wenn Muttern mit ihrem Balg und dem Kinderwagen anrollt. Mütter müssen Rentenabschläge hinnehmen, nicht selten ist mit der Mutterschaft auch die Karriere im Eimer, dafür plagt sie sich jahrelang mit den Schreihälsen rum. 

Die meisten verschenken Blumen zum Muttertag, greifen ordentlich in den Geldbeutel. Das hat natürlich nichts mit schlechtem Gewissen zu tun, dass Mama das ganze Jahr unter ferner lief.

Ich schenkte meiner Mutter damals reihenweise Sammeltassen, sie hat mich nie spüren lassen, dass es eigentlich zu viele waren.

In Peine haben der Härke-Ausschank als auch andere Gaststätten und Bäckereien ihr Muttertag-Spezial-Angebot, gemäß der Devise „Futtern für Muttern“, Spielmannszüge spielen traditionell an diesem Tag im Stadtpark.

Manche finden den Muttertag doof, ich nicht. Sammeltassen verschenk ich aber nicht mehr!

Schuh des Manitu!

Auf meinen Radtouren durchs Peiner Land und Umgebung genieße ich Land und Leute, natürlich auch die den Radweg begleitende Struktur.

Straßenbäume und das restliche Straßenbegleitgrün der Seitengräben säumen den Weg, Refugium für die Insekten, die auf den Äckern keine Heimat mehr finden.

Meist sind die Gräben kurzgeschoren. Eine multifunktionale Senke, die behält, was Reisende so verlieren oder unterwegs nicht mehr für nötig halten.

Neben Fastfood-Resten und Plastikmüll lagern Müllsäcke, Plastik, zerflederte Taschen, und diverse Bekleidungsstücke. Sogar einen einzelnen rosa BH sichtete ich neulich.

Kürzlich fielen mir beim Radeln in den Südkreis etliche Einzelschuhe im Seitengraben auf.

Ich dachte an Aschenputtel, die ihren Schuh verlor und trotzdem Königin wurde, weil sie den passenden Fuß zum Schuh hatte? War eine potenzielle Königin am Werk gewesen?

Oder zornige Reisende aus dem Nordkreis? In der arabischen Welt kann man mit einem Schuhwurf Missbilligung ausdrücken. 2008 traf es US-Präsident George W. Bush, der in Bagdad vor einem Paar heranfliegender Herrenschuhe  Deckung suchen musste. „Das ist ein Abschiedskuss, du Hund“, rief man ihm zu.

Die Wohnung eines Gastgebers mit Schuhen zu betreten, ist unhöflich. Auch ein Grund Schuhe loszuwerden.

Ich dachte an Siebenmeilenstiefel, die ich gern hätte, wenn es mal bergauf geht, die waren aber nicht dabei.

Vielleicht handelte es sich um Fragmente des so genannten „Shoe tossing“, bei dem Schuhe an ihren Schnürsenkeln aneinander gebunden und hoch geworfen werden, um sichtbar an einem Seil oder Baum hängen zu bleiben.

Schuhe gibt es seit über 10.000 Jahren, so die Aussage von Ethno-Archäologen.  Die Schuhe, die ich unterwegs sah, sahen auch schon ziemlich alt aus. Vor 40.000 Jahren behalf man sich mit Fellen und Blättern, um die Füße gewickelt.

Das gewöhnliche Volk ging lange Zeiten barfuß, deswegen hat die Fußwaschung eine Bedeutung. Diejenigen, die die Schuhe im Graben verloren hatten, bedurften sicher auch einer Fußwaschung.

Vielleicht waren es  auch nur Rest-Schuhe eines Streiches Till Eulenspiegels, der unweit aus der Gegend kommt. Er legte die Menge herein, in dem er ihre Schuhe erbat, an ein Seil knüpfte und dies losschnitt; bald prügelte man sich um die Schuhe, es blieben schmerzende Glieder und einsame Schuhe übrig.

Oder waren es ‚Schuhe des Manitu‘? Hatten hier Nordkreis-Nachfahren von ‘Abahachi‘ und ‘Ranger‘ auf ihrem dem Weg vom ‘Listigen Lurch‘ zum „Schuh des Manitu“ (Höhle im Seilbahnberg mit Schatz) auf ihrem Weg eine Fehlfährte gelegt?

Um reichlich Fantasien bereichert, radelte ich weiter nach Süden.

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