Was-s-Erzähler

Da liegen sie jetzt, zwei Was-s-Erzähler.

Sie haben viele Jahre treue Dienste geleistet. Klaglos, lautlos, problemlos maßen sie und gaben an, was sie durchgemacht haben. Getreu ihres Auftrages erledigten sie Tag und Nacht ihr Zähl-Werk.

Nun liegen sie abgebaut, abgewrackt und ohne Beschäftigung herum. Nix mehr mit er-zählen! Bloß, weil angeblich die Vorschriften es so wollen.

Und das schon nach 7 Jahren. Da kriegen andere erst Zähne!

Ganz schön blöd, dabei wären beide noch so leistungsfähig!

Der eine hat an ca. 2600 Tagen registriert und wiedergegeben, was in in diesen rd. 7 Jahren in absoluten Trockenzeiten für die Pflanzen im Garten in Ermangelung himmlischen Nasses von Nöten war. Nämlich: jeden Monat durchschnittlich 100 l Trinkwasser in die Zisterne, damit die Pumpe dort nicht trockenläuft .

(WZ Nr….673 ;  Stand 22 cbm; gezählt in 2587 Tagen Betriebszeit)

 

Der andere hat an rd. 2600 Tagen registriert, was alles so an Nass vom Himmel fiel und in diesen rd. 7 Jahren von Menschen lediglich genutzt worden ist, um Pflanzen im Garten mit weichem Wasser zu versorgen, aber vor allem für die Menschen im Haus Dreck und so’n Kram weg zu spülen.

(WZ Nr….252 ;  Stand 480 cbm; gezählt in 2587 Tagen Betriebszeit)

Jeden Monat durchschnittlich 2300 l Regenwasser vom Himmel in die Zisterne und ins Haus.

Jetzt verrichten zwei neue Was-s-Erzähler dasselbe Tagwerk, WZ …252 und WZ …673 gehören jetzt zum “alten Eisen”, sind in Pension, in Rente gegangen.

Das also ist der Welten Lohn….   Dabei hätten sie so gerne noch weiter-ge-zählt…..

 

 

 

 

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Klimawandel…Ja sind wir noch zu retten?

Der Klimawandel ….. Sind wir noch zu retten?     oder    Zero-Rebound oder Watt?

Zunächst einmal gefragt, wollen wir uns retten lassen oder selber retten?
Da sind Zweifel angebracht.
Schauen wir uns doch erst mal -um in Stimmung zu kommen- ganz gerührt (und geschüttelt) den “armen” Eisbären an, damit uns ein wohlig teilnahmsvoller Schauer erfasst:

Dieser kleine Eisbär weiß natürlich, dass nahezu die Hälfte des Energieverbrauches, den sich die bundesdeutsche Menschheit heute gönnt, innerhalb absehbarer Zeit vermieden werden muss, damit die politisch beschlossenen Margen überhaupt erreicht werden.

Landläufig wird auch gern”Energie sparen” dazu gesagt.

Geht eigentlich gar nicht, denn sparen ist das Zurücklegen momentan freier Beträge zur späteren Verwendung dadurch, dass durch wiederholte Rücklagen über längere Zeit ein Betrag aufsummiert wird, der dann verwendet werden kann. Geht bei Energie schlecht, …….die Batterietechnik reicht z.B. nicht für Jahrzehnte…….haha…

Na was soll’s!

Kennen Sie schon den “rebound-Effekt?

Unter “rebound” wird energie-ökonomisch gemeint, dass das Einsparpotenzial von Energie-Effizienz-Steigerungen bei summarischer Betrachtung am Ende nicht oder nur teilweise realisiert wird, weil die “eingesparte Energie” durch andere Aktivitäten aufgezehrt wird.

Es kommt zum so genannten Öko-Null-Summen-Spiel, merkt man gar nicht (wenn man es nicht weiß!).

Führt eine Energie-Effizienzsteigerung sogar zum erhöhtem Verbrauch (Rebound > 100 %) nennt man das auf hochdeutsch”backfire”.

Bin ich also ein Öko ( Öko-Hedonist) muss ich mindestens schön auf die “rebound-Falle” achten.

Da gehen wir Wählerinnen und Wähler natürlich davon aus, dass vor allem diejenigen, die uns in politischen “Sonntagsreden” etwas vom Klimawandel predigen (gilt für alle Politiker/innen), voll durchblicken und sich entsprechend verhalten.

Oder?

Beispiel:

Spiele ich ( 1,92 m, 97,5 kg (zu) schwer, 59 Jahre alt)  eine ( =1,0 ) Stunde lang Fußball, verbrauche ich dabei rechnerisch ca. 560 kcal.

Trinke ich dann zur “Erholung” und “Erfrischung” zwei köstliche, kühle, wohlmundende, herrlich zischende Flaschen Weizenbier habe ich einen “rebound” von  470 kcal.

Danach, wenn ich also weiter genieße, und bei ca. 1260 ml Weizenbier angekommen bin ( zwei lächerliche Fläschelchen) bin,

a) bin ich ziemlich fröhlich und gut gelaunt

aber dann

b) beginnt dann mein calorisches “backfire”,

wenn ich mit dem Genuss köstlichen (kühlen) Weizenbieres nicht sofort aufhöre.

Au, verdammt….,sind wir noch zu retten?

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Vom Schlupf zum Schlüpfer

Ein Schlupf tritt auf bei miteinander in “Reib”-Kontakt stehenden Teilen, die mehr oder weniger gelungen gegenseitig Energie übertragen wollen oder sollen.

Man spricht von Schlupf, wenn die tatsächlich zurückgelegte Strecke pro Radumdrehung vom Radumpfang abweicht. Schlupf entsteht z.B. beim Durchdrehen oder Blockieren von Rädern oder Reifen.

Z.B. kennt man beim Autofahren den Schlupf.

Bei Schlupf kommt es zu Verschleiß.

Manch einer liebt es, es beim Schlupf qualmen zu lassen, das ist Schlupf für Experten in Höchstform!

Schlupf = 0   -> der Reifen haftet;  Schlupf = 100% -> der Reifen dreht durch!

Beim Schlupf des Riemenantriebes unterscheidet man noch den Dehnschlupf und Gleitschlupf. Beim Dehnschlupf dehnt sich der Treibriemen während der Kraftübertragung von einem rotierenden Teil auf das andere der Teil, d.h.  der Teil des Riemens, der zur antreibenden Scheibe läuft ist etwas länger, gegenüber dem zurücklaufenden Teil, auch “Leertrum” genannt.

Beim Gleitschlupf rutscht eines der Teile durch, der Riemen verschleisst.

So weit so gut.

Ich hatte auch Schlupf. . . . ., Dehnschlupf, Gleitschlupf und das Gefühl des Leertrums mit Hinterlassung von viel Qualm, ohne Übertragung von Energie für andere und mich!

So in Wahrnehmung eines Postens in einem Fachausschuss, so in Wahrnehmung eines Postens in einem Landesausschuss, so in Wahrnehmung eines Postens eines Bundesausschusses, zusätzlich in Mitgliedschaft  eines Verein,. . . . .

Es fing schon an zu qualmen… zunehmend in der Funktion als gefühltes “Leertrum”…

Was habe ich gemacht? . . . . . ich bin heuer dem Schlupf weggeschlüpft. . . . .

Bei der selbstständigen Befreiung eines Tiers aus einem Ei, bei Insekten, die sich aus der Puppe befreien, spricht man vom „Schlüpfen“.

Ich bin auch geschlüpft, herausgeschlüpft aus dem Fachausschuss, aus dem  Landesausschuss, aus dem Bundesausschuss, aus dem Verein, . . . . .

Synonyme für “schlüpfen” lauten: herausspringen, heraustreten, hinauslaufen,, nach draußen kommen, herauskommen, ins Freie gelangen . . . . .

Vom Schlupf zum Schlüpfer . . . . .

. . . . .es fühlt sich gut an, fest, solide, wieder bei sich selbst angekommen,

nicht schlüpfrig . . . . .

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Baum Nr. 1

Gestern, irgendwo in Berlin ( Lützow-Ufer).

Meine vier Tagungs-Kollegen warten noch im Hotelfoyer auf ein Taxi, das sie zum Tagungsort bringen soll: 750 m von unserem Hotel entfernt, eigentlich keine Entfernung.

Naja, ich entscheide mich zu laufen, nachdem ich im Hotel nach gutem Frühstück ausge-checkt habe. Es sind noch 30 Minuten bis zum Beginn der Tagung (Thema “Klimaschutz”!!), es ist relativ mild (vier Grad Celsius), ein bischen nieselt es, warum also nicht laufen, von wegen Klimaschutz und so!!!!. Gestern Abend war beim Empfang reichlich lecker Essen und reichlich Rotwein im Angebot, so dass Körper und Kopf gut eine Durchlüftung gebrauchen können. Ausserdem habe ich nur fünf Stunden geschlafen, das Bett war zu weich für mich!

Nun ich laufe also am Lützowufer entlang.

Lützow war ein im Jahr 1239 als Lucene erstmals erwähntes Dorf, das bis 1558 dem Nonnenkloster St. Marien unterstand und dann zum Amt Spandau kam. 1590 waren hier sechs Bauern- und Kossätenstellen erfaßt. 1695 wurde der Ort Kurfürstin Sophie Charlotte, der zweiten Gemahlin des Kurfürsten Friedrich III. – des späteren Königs in Preußen Friedrich I. -, übereignet und für sie das Schloß Lützenburg errichtet. Neben dem Schloß entstand eine Siedlung, die nach dem Tod der Königin im Jahre 1705 durch königliche Order den Namen Charlottenburg verliehen bekam.
Das Lützowufer ist bei der Anlage des Landwehrkanals neu entstanden. 1965 wurde der Abschnitt des Gartenufers von Budapester Straße bis in Höhe Lichtensteinallee nach der Anschlußstraße in Lützowufer benannt, es liegt im Stadtteil Tiergarten.

Neben dem Kanal sind beidseitig Fußwege angelegt, zwischen Fußweg und Kanalufer sind Bäume gepflanzt, ich vermute mal Linden. Vor einem Baum bleibe ich stehen: es ist der Baum mit der Nr. 1.

Erstmal denke ich, aha, typisch deutsch, alles wird gezählt, warum nicht auch die Bäume.

Hier haben wir also den Baum Nr. 1, am Lützowufer?, im Stadtteil Tiergarten?, in Berlin?, in Deutschland?

Schön, dass er da ist,der Baum Nr. 1, wie alt er ist weiss ich nicht, aber vielleicht bin ich vor 56 Jahren als Baby schon einmal vorbeigetragen worden, als meine Eltern mit mir auf der Flucht aus der damaligen SBZ übr Berlin nach Westdeutschland waren.

Dieser Baum spricht jedenfalls zu mir, er entschleunigt mich und wirkt auf mich und ich bleibe längere Zeit in stummer Zwiesprache mit ihm stehen…

Schön entspannt und froh gehe ich den Rest den Weges, gelange schließlich zum Tagungshotel, wo meine vier Tagungs-Kollegen vor dem Hotel rauchend stehen, und sich angeregt über Klimaschutz unterhalten.

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Wolf im TaTaKa-TaTaKa-Land oder: Wer braucht einen Zungenstoß?

Freitag nachmittag verwandle ich mich.

Die ganze Woche habe ich als (furchtbar) wichtiger Mensch -auch Führungskraft genannt- in meinem Unternehmen verantwortlich und ergebnisorientiert gewirkt, u.a. Besprechungen ( auch gern meeting genannt) abgehalten, Ziele gesetzt, Vereinbarungen getroffen, Rücksprachen gehalten, strategisches vom operativen Geschäft geschieden, Probleme gelöst, gemanagt…

Freitag nachmittag ist alles anders, da ist musikalischer Unterricht beim Trompeten-Lehrer angesagt. Da werd’ ich zum Schüler, stelle fest, dass ich mal wieder zu wenig (Trompete) geübt habe und mir bricht regelmäßig der Schweiß aus, da ich mir so blöd vorkomme.  Ich behaupte dann noch tapfer… “zu Hause hab ich’s noch gekonnt”… (reziprokes Zahnarzterlebnis:…”zu Hause hat’s noch weh getan”…)…

der Rest ist dann gnädiges, freundliches, mitfühlendes Schweigen meines Lehrers, wenn es zum Vortrag meinerseits kommt…

So auch gefühlt & befüchtet heute: aber, die Rechnung ohne den Lehrer gemacht: Das, was ich tagelang geübt habe, nämlich die 2. Stimme eines jazzigen Duo’s wird erst gar nicht dran genommen.

Der Lehrer will mit mir in acht Wochen einen besonderen Marsch vor Publikum spielen… , na klar….

Dazu müsse ich unbedingt den Zungenstoß beherrschen, also sei jetzt die nächsten Wochen nur noch der Zungenstoß beim zweifachen und dreifachen Stakkato angesagt.

Bevor ich auch nur näherungsweise dazu komme, mir irgendetwas (un)anständiges dabei zu denken, werde ich eingewiesen und malträtiert:

Der dreifache Zungenstoß:

Der zweifache Zungenstoß:

Statt “ü” solle ich “a” verwenden.

Das geht theoretisch beim dreifachen Zungenstoß wie folgt ab: Die Zunge wird beim “Ta-Ta” gegen die oberen Zähne gelegt, zurückgenommen und gleichzeitig werden die Silben ausgesprochen. Dann nimmt man die Zunge in den hinteren Teil des Mundes, schließt die Kehle ab und spricht dabei “Ka”. Zuerst langsam, dann immer schneller,…

Analog beim zweifachen Zungenstoß…

Ich kann nur sagen, die Zunge, das unbekannte Wesen….  nach 30 Minuten….ich kann sie kaum noch bewegen…

Klar, dass ich jetzt “Ta-Ta-Ka” bei jeder Gelegenheit übe, bis ich’s kann, halblaut, auch wenn mich meine Umgebung für “DaDa” hält…

 

 

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So ‘n Schiet…

Man sagt mir ja so manches nach, und manches -ich fürchte vieles- stimmt sogar: z.B. arroganter Auftritt, eitel, besserwisserisch, und am schlimmsten:.. Fremdwort-verliebt…

In der Tat: Ich liebe fremde Worte und auch Fremdworte, warum  auch immer….Vermutlich kleinbürgerliche Geltungssucht… oder bin ich auch nur ein bedauernswertes Opfer des allgemeinen Sprachwandels, der mit der Übernahme von Anglizismen, Latinismen und Arabismen und sonstiger …smen einhergeht…?

Auch meine Bekannten und Freunde, insbesondere meine Familie stöhnen bisweilen, “… kannst du das mal auf Deutsch sagen…?”

OK, ich habe es eingesehen und bemühe mich generell um Besserung, hoffe auf Nachsicht gemäß der Devise “Ut desint vires, tamen est laudanda voluntas.” (Wenn auch die Kräfte fehlen, ist der Wille dennoch zu loben; verm. Ovid) .

Besonders wächst die Einsicht, wenn einem selber gleiches Ungemach widerfährt, so mir geschehen vor einigen Tagen:

Sitzen da drei Geschäftsführer (GF) hochehrenwerter Unternehmen und meine Wenigkeit zusammen und beratschlagen sich zu einer Unternehmensgründung einer Projektgesellschaft im Bereich Umweltschutz/Klimaschutz.

Nach angeregter Diskussion schlägt einer der Herren vor,   “…dann müsste mal ein theme-sheet gemacht werden und ein Entwurf zu einem LOI….”

Alle drei GF  nicken sich zu, ich versteh momentan nur Bahnhof und frage dummerweise noch nach, wer das machen soll. Nach längerem, was sag ich, nach langem Schweigen schlage ich vor, diese Aufgabe zu übernehmen, alle atmen erleichtert auf, die Sitzung ist geschlossen.

Auf dem Rückweg ins eigene Büro grüble ich,”…wie hieß das jetzt noch mal…?”.

Törm-Schiet?

So’n Schiet aber auch.

 

 

P.S.  Erfreulicherweise bekam ich wenige Stunden später von den Herren ein vorzügliches “Themen Blatt”, das die wesentlichen Inhalte unserer Besprechung wiedergab  und einen Entwurf zu einer Absichtserklärung ( letter of intent ), oder war’s doch schon ein MoU (memorandum of unterstanding) … was auch immer und auch sonst! ? !

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ohne Bommel…..

Diese Kälte…. man friert, man schlottert, der Aufenthalt draussen wird auf ein zeitliches Minimum beschränkt.

In der warmen Stube denkt man an die Menschen und Tiere draussen, die sich bei diesen Temperaturen draussen aufhalten müssen. Wo schlafen die wilden Tiere bei dieser Kälte draussen?

Ich bin morgens gut eingepackt, mit Schal, Handschuhen, Anorak, warmen Winterschuhen unterwegs, meine Bommelmütze nicht zu vergessen!

Der Bommel als solcher gilt bekeidungstechnisch als Posament und dient lediglich dem Kleidungs-Schmuck. Für die Herstellung von Posamenten gab es “anno tobak” ( 19. Jahrhundert) sogar einen eigenen Berufsstand, den edlen Beruf des Posamentierers.

Der Bommel, wärmedämmtechnisch wirkungslos, ist als solcher -ungeahnt- heute fast schon ein Alleinstellungsmerkmal.

Im Gegensatz zur pinselförmigen Quaste ist der Bommel rund, also ohne Anfang und ohne Ende!

Ohne Bommel friert der Mützenträger nicht, aber mit ihm fühlt er sich wohler, lustiger, fröhlicher!  Macht auch warm!

Gestern erhielt ich von Empfangsbüro auf meiner Arbeit (Infothek) eine wichtige Botschaft…..

……….ein Bommel wurde gefunden, “….ist das Ihrer???”

Donnerwetter!

…hatte ich gar nicht bemerkt, dass er ab war….

Aufgrund der Tatsache, dass ich die Damen im Eingangsbereich auf meiner Arbeit täglich grüße und mir zwischendurch auch mal Zeit zum small-talk nehme ( was wohl schon was besonderes ist), ist nicht zuletzt meine Bekleidung nebst Besonderheiten dort voll präsent.

Wenngleich dort auch viele hundert Personen des Tages ein- und auskehrend das Haupttor passieren, ist den Damen ein auf dem Boden herumliegender Bommel aufgefallen.

Dieser wurde sofort akquiriert und erst einmal begutachtet, mir als Mützenträger zugeordnet und verwahrt.

Was bin ich froh, meinen Bommel wieder zu haben.

Gleichzeitig habe ich wahrgenommen, wie sehr man doch unter Beobachtung steht, in diesem Fall mal ganz fürsorglich.

Das gab ein dickes Bommel-Dankeschön an die Damen von der Infothek!

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Wolf allein im Bus!

In Anbetracht des wirklich kalten Wetters beschloss ich heute, wie schon an den Vortagen, mit dem ÖPNV, sprich, mit dem Bus zur Arbeit zu fahren.

Neben den nicht nur behaupteten, sondern ja tatsächlich existierenden ökologischen Vorteilen, die bei Gebrauch von Bus und Bahn und Nichtgebrauch des eigenen Pkw’s entstehen, lädt die Busfahrt über’s Land und durch Gemeinde und die Stadt zu allerlei Nachdenklichkeit, Gedanken-Nachhängen und Träumereien ein. Schon allein deshalb fahre ich gern mit dem Bus, wenn dieser nicht gerade voll gestopft mit abgenervten Schulkindern ist.

Zudem sind die Wege zum und vom Bus geeignet, teure Fitness-Center-Buchung und -Besuche zu ersetzen. Um die eigene Fitness zu steigern, sind bekanntlich keine Marathonleistungen nötig. Die Bundesarbeitsgemeinschaft für Haltungs- und Bewegungsförderung in Wiesbaden rät ja, mindestens 300 Kalorien täglich verbrennen, und dies sollen -in Schritten- ausgedrückt  mindestens 7000 Schritte pro Tag sein, sagen so genannte Experten. Mit der Busfahrt kann ich schon mal rund 4.000 Schritte inklusive für mein Tages-Fitness-Programm verbuchen….

Frohgemut besteige ich also in aller Frühe den heimischen Bus:

Überraschung……………, ich bin der einzige Fahrgast:

 

 

 

 

 

 

 

Ich schaue nach vorne: Busfahrerin   …ich schaue nach hinten………….niemand.

Na toll, ich hab meine Ruhe, aber die Ökobilanz kann nicht stimmen. Der Bus fährt stotternd los. Nach einer Minute haben wir meinen Heimatort verlassen. Plötzlich bleibt auf freier Strecke -mitten auf der Landesstraße- der Bus stehen. Mit rotem Kopf, zunehmend nervöser versucht die Busfahrerin den Bus in Gang zu kriegen. Lautstark, mit dem Kopf zu mir gewandt, versucht die Busfahrerin zu erläutern, warum es nicht weitergeht. Ich tue interessiert und gebe pseudofachmännischen Senf ab: Diesel gefroren?….

Mehrfaches Starten und Warten hilft nicht.

Der “Gegenbus” nähert sich, das Ganze spielt sich -nebenbei gesagt- auf einer Landesstraße mitten auf dem Land ab, ….die verfrosteten Fenster werden runtergekurbelt, von Busfahrerin zu Busfahrer fliegen die Tipps nur so hin und her.

Ich rufe unterdessen schon mal im Dienst an und gebe durch, dass ich witterungs- und kältebedingt mit dem ÖPNV gestrandet bin. Das Chefbüro wollte, wie ich anschließend erfuhr, gleich einen Fahrer organisieren, um mich zu “retten”.

Nach mehrfachen Startversuchen setzt sich der Bus endlich dann doch stotternd und langsam erneut in Bewegung.

Am Ende sind wir dann doch gut angekommen….

“Das Automatikgetriebe war’s, das verträgt die Kälte schlecht,” ruft mir die Busfahrerin beim Aussteigen noch schnell hinterher.

Aufgeklärt und leicht frierend trabe ich hurtig zur Arbeitsstätte und werde von Kolleginnen und Kollegen, die sich mittlerweile alle möglichen Gedanken zu meiner Rettung gemacht haben, erleichtert empfangen.

Wer eine Reise macht, kann was erleben!

 

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Klimaschutz ist nicht wirklich schwierig, echt!!

Think global, act local!
Vor gut zwei Jahren habe ich eine Hocheffizienzpumpe  in die häusliche Heizungsanlage einbauen lassen, die gasbefeuert ist, aber natürlich elektrisch angetriebene Aggregate, wie die Heizungspumpe, beinhaltet.

Das Teil hat 280 € gekostet, der Einbau nochmal 150 €, 100 € gab es von der KfW-Bank als Zuschuss, macht Kosten von 330 €. Den Zuschuss gibt’s leider nicht mehr.

Mittlerweile hat diese Pumpe in bereits zwei Heizperioden zu einer Minderung des heizungsbedingten Stromverbrauches  von  jeweils 1000 kWh je Jahr  im Vergleich zu den “unintelligenten” Vorgänger-Heizungspumpen geführt.

Überschläglich sind das 650 kg /Jahr weniger CO2 Treibhausgasemissionen als vorher und eine ordentliche jährliche finanzielle Ersparnis.

In meiner Kosten-Nutzen Rechnung habe ich neben den einmaligen Investitionen und jährlichen Reparaturen einen Real-Zinssatz von 4 % und einen Nutzungszeitraum von 7 Jahren angenommen.

Im Ergebnis ergibt sich (finanzmathematisch) ein jährlicher Kostenvorteil von 160 € und nach 7 Jahren ein Gesamtvorteil von 960 €.

D.h. die Pumpe hat sich nicht nur recht schnell amortisiert, sie führt auch weiterhin nachhaltig zu entsprechenden finanziellen Einsparungen im Haushaltsbudget und darüber hinaus zu einem echten klimarelevanten positiven Entlastungsbeitrag.

Leider wird von vielen “Experten” in der öffentlichen Diskussion viel zu viel Wert auf die Erzeugung von zusätzlichem Strom gelegt.

Selbst wenn er aus regenerativen Quellen herrührt, bleibt Stromverbrauch Stromverbrauch und manches davon ist schlicht Verschwendung.

Mit anderen Worten, der Austausch einer alten Heizungspumpe amortisiert sich innerhalb kürzester Zeit, führt zu einer deutlichen Kostenentlastung und reduziert nachhaltig die klimaschädlichen Treibhausgasemissionen von CO2 je Haushalt, wenn man ( noch) keinen Ökostrom ( mit bestem Label) bezieht.

Effektiver und effizienter kann man konkret bei sich kaum Klimaschutz betreiben!

Oder?

 

 

 

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Der innere Vater

Mein Vater, als Kadett auf der Gorch Fock

…In diesen Tagen habe ich ziemlich genau das Alter erreicht, das mein Vater, Jahrgang 1915, erreicht hatte, als er einem schnellen bösartigen Leberkrebs-Tod erlag.

Ich muss deshalb oft an ihn denken. Als heranwachsender Knabe habe ich sehr unter seinem barschen Ton, seinen aggressiven Handlungen und Züchtigungen gelitten. Sehr mitgenommen hatte mich, dass er meine Mutter und uns Kinder wegen einer jüngeren Frau verließ und meine Mutter im Alter von 35 Jahren, allein mit uns 4 Kindern, zurückließ; ich war 15 Jahre alt, meine Geschwister, zwei Brüder und eine Schwester, alle deutlich jünger. Da brach eine schwere Zeit für uns “Zurückgebliebenen” an.

Auf dem Bild ist er schätzungsweise 18 oder 19 Jahre alt und in der marinen Kadetten-Ausbildung auf der ersten Gorch Fock, die 1933 als Bark getakeltes Segelschulschiff bei Blohm & Voss für die Reichsmarine gebaut worden war.

Er wurde 59 Jahre alt, ich war zum Zeitpunkt seines Todes 22 Jahre alt, und mittelloser Student in München. Das ist 37 Jahre her.

Mein Vater war eins von mehr als einem Dutzend Kindern eines Bahnwärters und seiner Frau und war 14-jährig von zu Hause (Dithmarschen) nach Hamburg weggelaufen, um sich hoffnungsvoll bei der christlichen Seefahrt zu verdingen. Es muss wohl aber sehr hart für ihn gewesen sein, er sprach aber selten über die harte Zeit, zunächst als Bootsjunge bei der Handelsmarine. Seitdem hat er sich als Autodidakt hochgearbeitet, wurde im Krieg als Oberbootsmann auf einem Minensucher eingesetzt. Zweimal wurde das jeweilige Schiff, auf dem er im Einsatz war, versenkt. Nach dem Krieg geriet er viele Jahre in Gefangenschaft.

Stress und Lebenskampf ohne Ende.

Danach bekam er die Chance in Mecklenburg Lehrer zu werden, er lernte meine Mutter kennen, die als Junglehrerin in einer “Zwergschule” tätig war.

1954 stand er in Rostock auf einer Liste des Stasi, da er sich als Lehrer “unziemlich” öffentlich und privat über die Regierung in der damaligen DDR (wir nannten es SBZ) und das Ministerium für Staatssicherheit geäußert hatte. Er bekam einen Tipp kurz vor seiner Verhaftung und floh mit meiner hochschwangeren Mutter und mir über Nacht, zu Fuß und mit der Eisenbahn, über Berlin in die Pfalz unter Zurücklassung allen Hab und Gutes und aller Freunde und Bekannten.

Für diesen Entschluss und die Umsetzung bewundere ich ihn noch heute.

Er war noch 15 weitere Jahre Lehrer an Hauptschulen in Westdeutschland. Als Lehrer war er sehr geachtet, sehr belesen, konnte toll zeichnen und malen, er liebte alles, was mit Marine zusammenhing, und das Angeln.

Die Marine und das harte Leben in seiner Jugend haben ihn sehr geprägt, er war verschlossen und irgendwie immer auf der Suche und schien von permanenter innerer Unruhe erfüllt. Familie war eigentlich nichts für ihn.

Mehr als ich wahrhaben wollte, hat er mein Leben und meine Einstellungen geprägt. Selbst in der Ablehnung seines Verhaltens räumte ich ihm letztendlich (zu)viel Platz in meinem Inneren ein. Obwohl er nun schon so lange tot ist, und Zeit seines Lebens mehr abwesend und abweisend als anwesend und zugewandt, ist er nach wie vor in mir präsent.

Ich bemühe mich jetzt, “in suo anno” angekommen, sein Leben und das seiner Generation mit neuem Abstand und mehr Gelassenheit neu zu verstehen.

Anhang:

197. Lunyu 1.11 (Kapitel Xue Er)

Konfuzius sprach: “Zu Lebzeiten Deines Vaters gebe acht auf seine Wünsche – nach dem Tode Deines Vaters gebe acht auf seine Taten.
Wenn Du Dich auch nach drei Jahren noch an seinem Weg orientierst, dann kann das wahre Kindespietät genannt werden.”

 

1. Lunyu 2.11

Konfuzius sprach: “Wer sich das Alte noch einmal vor Augen führt, um das Neue zu verstehen, der kann anderen ein Lehrer sein.”

 

22. Lunyu 4.7. (Kapitel Li Ren)

Konfuzius sprach: “Die Fehler der Menschen fallen alle in bestimmte Kategorien. Betrachtet man die Fehler eines Menschen, so kann man in ihnen schon die guten Seiten dieses Menschen erkennen.”

 

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