Mit dem Äquinoktium (Tag-und-Nacht-Gleiche) setzt am 19., 20. oder 21. März jeden Jahres der astronomische Frühling ein, meteorologisch bereits am 1. März, weil Statistiker das so wollten.

Mit dem Frühling werden hübsche Blumen, verführende Düfte, himmlische Stunden zu zweit assoziiert. Erwacht diese Jahreszeit, wehen laue Lüfte. Die einen überfällt Frühjahrsmüdigkeit, andere werden unruhig, von Frühlingsgefühlen befallen.  Manche erleben einen zweiten Frühling und Verliebte spielen “Hasch mich, ich bin der Frühling“. Männerchöre schmettern „Veronika, der Lenz ist da, die Mädchen singen trallala …“

Nicht nur frühblühenden Pflanzen nutzen die ersten Sonnenstrahlen, auch die sorgsam im Winter gewarteten Grillanlagen dürfen im Peiner Land nach draußen.  Mit den Temperaturen steigt zeitgleich auch der Hunger auf Grillfleisch im Peiner Land. Die Luft, erfüllt vom Duft der Blüten wird -gemäß dem Motto „Grill Dich glücklich“- durchdrungen von vielerlei Duftnoten gegrillten Fleisches, vom kross gegrillten Fisch bis hin zur fast verkohlten Bratwurst. Wie gut, dass die niedlichen Osterküken und Osterlämmer nicht wissen, was der Frühlingsanfang in Bälde für sie mit sich bringt.

Faszinierend auch der  jährliche Peiner-Autofrühling (Frei nach Goethes Osterspaziergang):

Vom Eise befreit sind Fuhse und Eixersee . . .Durch des Frühlings holden, belebenden Blick,

In Peine grünet Autoglück . . . Der alte Winter, in seiner Schwäche,

Zog sich in den Harz zurück.   . . .  Von dorther sendet er, fliehend, nur

Ohnmächtige Schauer körnigen Eises. . . . in Streifen über des Marktplatzes Flur;

Aber die Kaufmannschaft duldet kein Weißes, . . .Überall regt sich Handel und Streben,

Um alles mit Aktion zu beleben; . . . Wohl an Traumautos fehlt’s im Revier

Wer begeistert die Peiner dafür? . . . Volk, kehr um, um‘ s einzusehen,

Nach der Stadt zurückzugehen!  . . . Aus des Stadtparks grünem Tor

Dringt hungriges Gewimmel hervor.  . . . .Jedermann chillt heut‘ so gern.

Stadteinwärts rauscht Shopping-Verkehr. . . . Denn dafür sind sie angestanden,

Aus allen Häusern dumpfen Gemächern, . . .Aus  Besucher- und Familienbanden,

Aus dem Dunst von Zimmern und Dächern, . . . Aus der Straßen staub‘ger Enge,

Aus den Vororten ehrwürdiger Pracht,  . . . hat es alle zur Innenstadt gebracht.

Sieh nur, sieh! Wie behänd sich die Menge . . .  Durch Hüpfburg und Fressbude schlägt,

Selbst von Braunschweigs fernen Pfaden . . . Reisen Wohnmobil-Fans an.

Ich höre schon des Stadtrates Gegrümmel, . . .Hier ist des Paaners wahrer Himmel,

Zufrieden jauchzet groß und klein: . . . . Hier bin ich Mensch, hier darf ich’s sein!