Mein Ochsenweg 18 (01.07.2016) ca. 50 km Radtour von Wetzlar nach Idstein

Die Stadt Wetzlar bildet den Startpunkt meiner letzten Etappe, die mich nach Idstein führen soll, wo meine Schwester wohnt.

Wetzlar ist eine Stadt mit rd. 51.000 Ew in Mittelhessen und war ehemalig Reichsstadt. Sie ist Kreisstadt des Lahn-Dill-Kreises und als Handelszentrum eines der wichtigen Oberzentren im Land Hessen. Wetzlar hat bedeutende optische, feinmechanische, elektrotechnische und stahlverarbeitende Industrien und ist auch als Sportstadt bekannt.

Das Stadtgebiet liegt im Bereich des Zusammenflusses von Dill und Lahn. Hier berühren sich hessische Mittelgebirge, südlich liegt der Taunus, nördlich beginnen der Westerwald und das Rothaargebirge. Das bekomme ich bei der Radtour auch zu spüren.

Der Hohenstaufenkaiser Friedrich I. Barbarossa schuf im Wetzlarer Gebiet eine Reichsvogtei, machte Wetzlar zur Reichsstadt, das es bis 1803 blieb. 1689 war das höchste Gerichtes des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation, das Reichskammergerichts, nach Wetzlar verlegt worden.

Interessant in diesem Zusammenhang ist nachzulesen, dass Johann Wolfgang Goethe im Jahre 172 am Reichskammergericht als Praktikant eingeschrieben war. Er erlebte hier eine glücklose Romanze mit Charlotte („Lotte“) Buff. Damit war das Material für seinen Erstlingsroman „Die Leiden des jungen Werther“, geschaffen, mit dem er Wetzlar weltweit bekannt machte.

Bekannt ist Wetzlar auch durch die Firma “Leica”, das sich auf die Fertigung von Ferngläsern und Fotoapparaten spezialisiert hat.

LeicaNun, ich frühstückte gemütlich, im Bewußtsein dieser geschichtsträchtigen “Location”, und machte mich dann alsbald auf den Weg.

Es geht entlang der Lahn mit wunderschönen Aussichten…

Kanal zur Lahn

Zwischendurch mal ein Kanal, den heutzutage Sportbootfahrer nutzen können, ich sehe diese technischen Wasserstrassenbauwerke als gelernter “Wasserbauer” gerne!

Querungen der Bahn mit meinem Radweg geben die Möglichkeit, mal zu rasten und einen Schluck Wasser zu trinken, was unterwegs das Wichtigste für den Körper ist.

  

Und irgendwann kommt dann die Bimmelbahn und dann kann es weitergehen…

Wie gesagt der Durst ist unterwegs immens. Nachdem ich den letzten Tropfen aus meinen beiden Wasserflaschen geschluckt habe, denke ich angesichts des vielen Wassers (Lahn) die ganze Zeit daran, meine Wasservorräte baldmöglichst aufzufüllen…

…und der Weg zieht sich…. doch plötzlich geschieht ein Wunder am Wegesrand….

Da steht doch wie bestellt ein Kühlschrank zur Selbstbedienung, aus dem ich mich dann mit wunderbarer Fassbrause erfrischen kann…

Zu dem Durst, der wunderbar gelöscht wird gesellt sich dann wenig später Hunger, so dass ich im nächsten Dorf einfach nicht an dem schönen Gartenlokal vorbeiradeln kann, sondern da zulange….

 

So erfrischt geht es frohen Gemüts weiter zum Zielpunkt, dem kleinen hessischen Dorf Esch-Waldems, wo meine Schwester die Großfamilie, Freunde und Bekannte am nächsten Tag zu einem großen Fest eingeladen hat.

Gegen frühen Abend treffe ich dann auch glücklich ein und kehre sofort in mein Hotel, nicht ohne mir vorher ein “bescheidenes” Mahl im Discounter zu besorgen, dass dann in aller Ruhe und Zufriedenheit verzehrt wird.

 

Da das Hotel keinen sicheren Aufbewahrungsort für mein Fahrrad aufweisen kann, nehme ich es einfach mit auf das Zimmer…

Das erleichtert am nächsten Morgen den Aufbruch erheblich….!!!

So endet meine Radtour nach gut 400 km im Sommer 2016, wieder ein schönes Erlebnis!

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