Mein Ochsenweg 26 (04.08.2017) ca. 42 km Radtour von Krakow am See nach Meyenburg und weiter über Pritzwalk mit der Bahn nach Perleberg

Frühmorgens stehen wir schon mit mäßiger Kondition auf, der vorherige Tag mit Wind und Wetter steckt uns noch in den Knochen.

Der Blick aus dem Fenster des Frühstücksraumes verheißt absolut nichts Gutes: Regen, Regen, und reichlich Wind aus SSW!

Nun, unverdrossen besteigen wir unsere Drahtesel und fahren gen Süden.

Zum Glück klart es nach und nach auf und wir fahren durch eine schöne Landschaft gegen Perleberg….

Eine erste Rast nach 90 Minuten tut uns richtig gut….Wir verzehren auch hier unsere erste “Stulle” und laben uns am mitgeführten Wassertrunk!

Dann geht es weiter durch das schöne Mecklenburger Land…

Unser Weg wird gesäumt von Weiden und kleinen und großen Seen….

 

Nach gut drei Stunden verhaltener Strampelei kommen wir in Plau am See an, das eine sehr schöne Örtlichkeit mit herrlicher Anbindung an eine vielgestaltige und abwechslungsreiche Seenlandschaft ist.

 

Keine Frage: Hier machen wir ausgiebig Rast und genießen die Zeit…

Nach reichlicher Pause treten wir wieder in die Pedalen, aber die Kondition ist heute nicht die beste. Mein Kumpel Jörg und ich entscheiden nach langem Für und Wider nicht die restlichen 60 Kilometer noch zu radeln, zumal die nächsten Tage das Wetter nicht sicher besser wird, und -abgesehen von der schönen Landschaft, Wind und Wetter nicht nur an der Kondition sondern auch an Motivation nagen.

Wir entschließen uns die Strecke per Fahrrad abzukürzen und ab dem 45 Kilometer entfernten Meyenburg mit der Bahn weiter zu reisen, um halbwegs guten Mutes das noch weit enfernte Perleberg vor Einbruch der Dunkelheit zu erreichen.

Gesagt, getan….

Umwege und Landstrassen ohne Radwege vermeidend kommen wir recht gut voran, aber irgendwann verlieren ein wenig den Überblick. Wir wenden uns an einen Bewohner der kleinen Ortschaft Ganzlin, in der wir uns gerade befinden. Wie alle Menschen, die wir unterwegs antreffen, erhalten wir auch hier freundlich Hilfe und den absoluten Geheimtipp, der uns auf einem schmalen Pfad abseits frequentierte Straßen ohne Radwege durch Feld, Wald und Flur an einem großen Bodenabbau vorbei rasch nach Meyenburg führen soll.

Das finden wir sehr spannend und lassen uns auf dieses kleine Abenteuer ein, wohl wissend, dass wir Pfade befahren, die auch von der Bevölkerung genutzt werden.

 

Und tatsächlich, relativ bald treffen wir in Meyenburg am Bahnhof ein, wo wir dann noch eine Weile auf den Zug warten müssen.

Leider bietet sich uns ein Bahnhof mit Akzenten der Trostlosigkeit an, wo wir spüren, dass sich hier Landflucht, Demografie und De-Industrialisierung breit gemacht haben…

Irgendwann zuckelt dann der “Zug” an, wir steigen ein und können sogar noch mit dem Zugführer ein nettes Schwätzchen halten…..,

der uns bis Fritzwalk bei Laune hält, wo wir dann in den “Zug” nach Perleberg einsteigen.

Ich wage in Fritzwalk einen Blick ins Innere des Bahnhofs-Hauptgebäudes, bis der Zug sich zurecht rangiert hat,  und bin angenehm überrascht über die Sorgfalt und Hingabe, mit der man hier Erinnerung an den Ort pflegt…

In brandenburgischen Perleberg schließlich angekommen steigen wir mehr als zufrieden im “Historischen Hotel Deutscher Kaiser” ab, wo weiland der Sage nach prominentester Logiergast der preußische Kronprinz Wilhelm gewesen sein soll. Belegt sei das jedoch nicht. Nun, wir haben uns dort sehr wohl gefühlt.

Den Abend beschließen wir traditionsgemäß mit einem zünftigen Gerstensaft, einem leckeren Mahl und einen weichen Whisky und sinken danach in unseren schön ausgestatteten Zimmern hochzufrieden in die Betten.

Dieser Beitrag wurde unter Erlebnisse veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>