Was ich mit Schwarzenegger gemeinsam habe.

Der „Terminator“-Schauspieler und Gouverneur von Kalifornien sagte vor geraumer Zeit, dass er in seinen jüngeren Jahren selten gehorchen wollte und deshalb regelmäßig von seinem Vater aggressiv oder destruktiv behandelt wurde, wie man es heute sagen würde.  

Die Behandlung durch seinen Vater Gustav sei ein Teil des ganz normalen Tagesablaufs geworden.

In dem Interview mit der US-Zeitschrift „Fortune“ sagte der 57-Jährige: „Er zog mir an den Haaren und verprügelte mich mit seinem Gürtel. Aber das passierte auch mit dem Kind an der Nachbartür und der Tür danach. So war es eben. Vielen Kinder wurde der Wille gebrochen, so war die österreichisch-deutsche Mentalität. Es sollten keine Individuen entstehen. Es ging nur um Unterordnung. Ich war einer von denen, die sich nicht unterordnen wollten und deren Willen nicht gebrochen wurde.“  

So war es auch bei mir, wie wahrscheinlich bei vielen anderen Knaben meiner Alterskohorte.

Mein Vater schlug mich oft, auch aus nichtigeren Gründen. Er benutzte dabei häufig auch den Gürtel und schlug so fest zu, wie er konnte. In einigen Fällen warf er mich quer durchs Zimmer auf den Boden.

Er reagierte sich emotional ab.

Manchmal rastete er aus, weil ich ihm offen in die Augen sah, dann fühlte er sich sehr unbehaglich und griff mich verbal und körperlich an.

Ich hatte als Kind eigentlich ständig Angst vor meinem Vater.  

Mehr habe ich allerdings nicht mit Herrn Schwarzenegger gemeinsam.

Meinem Vater, der schon vor Jahren gestorben ist, habe ich mittlerweile aufrichtig verziehen.

Er war, wie vermutlich viele seiner Altersgenossen, nicht zuletzt durch seine eigne Erziehung durch seinen Vater und vor allem durch den Krieg, in den er als 23-jähriger Mann ziehen müsste, selbst schwer traumatisiert und belastet.

Nun, das entschuldigt sein Verhalten nicht, zumal er Pädagoge ( griech. „Knabenführer“) gewesen ist, aber es erklärt es ein wenig.

Heute, da ich bereits älter geworden bin, als er geworden war, bedaure ich es, nicht ihm ihm darüber reden zu können.

Aus seinem Verhalten erwuchs in mir das sehr große Verlangen, es zukünftig einmal für meine Kinder besser, zumindest anders zu machen und auf keinen Fall so zu machen.

Ich hoffe, dass mir das gelungen ist.