Vorsätzliches!

Haben Sie einen Vorsatz für das neue Jahr?

Achtung: Gem. einem Sprichwort gilt: „Der Weg zur Hölle ist mit guten Vorsätzen gepflastert.“

Wer einen Vorsatz hat, nimmt sich bewusst etwas vor. Meisten geht es darum, ein Verhalten zu ändern, das man als schlecht empfindet. Früher legte man dazu Gelübde ab, heute ist das eher nicht üblich.

Gern wird zur Jahreswende über Vorsätze nachgedacht, z.B. mehr für die Gesundheit tun, abnehmen wollen, mehr Zeit für die Familie oder die Freundin ( gilt nicht für verheiratete Männer!!) haben, mehr trinken (Wasser natürlich), Keller ausmisten, weniger shoppen, jeden Tag lächeln, Freitags fürs Klima hüpfen und und und.

Je nach Inhalt und angestrebtem Erfolg kann ich Ihnen nur raten, im Einzelfall davon ab zu lassen. Wir leben in Zeiten, in denen unsereins nämlich schnell missverstanden werden kann.

Ich bin kein Jurist, aber was ich über den Vorsatz las, machte mich erschrocken:

Rechtlich beinhaltet z.B. der Vorsatz das Wissen und Wollen der Verwirklichung eines Tatbestandes, oder eines Erfolgs, im schlimmsten Fall eines Straftatbestandes oder einer Rechtsgutverletzung im Bewusstsein der Rechtswidrigkeit. Vorsatz ist demnach, wenn Sie sich im Klaren darüber sind, was Sie tun wollen, und wenn Sie dann auch dieses Handeln wollen. Rechtlich wird es bereits eng, wenn Sie nur einen tatbestandlichen Erfolg herbeiführen wollen, der Erfolg muss sich noch nicht mal einstellen.  Fehlt es Ihnen aber an Wissen, ob Ihr Handeln den Erfolg herbeiführt, kann der Vorwurf der Vorsätzlichkeit evtl. entfallen. Halten Sie den Taterfolg zumindest für möglich und nehmen Sie den Erfolg Ihres Handelns billigend in Kauf, liegt „nur“ ein bedingter Vorsatz vor.

Also wenn Sie der Gattin von ihrem restlichen Weihnachtsteller die letzten Dominosteine heimlich wegnehmen wollen, ist das zwar auch ein Vorsatz, wie beschrieben rechtlich relevant und bedenklich, außerdem schlecht für das Ziel, abnehmen zu wollen.

Unbedenklich ist es jedoch, wenn Sie mit der Realisierung eines Ravioli-Vorsatzes für eine Pastamaschine gedanklich schwanger gehen. Auch gibt es  den unbedenklichen Vorsatz für jeden passenden Mähdrescher, mit dem Sie für die Ernte Ihrer Bemühungen nichts falsch machen können, passend für jedes Früchtchen.

Um einen problemlosen Vorsatz handelt es sich auch bei einem Doppelblatt, dessen eine Hälfte auf die Innenseite des vorderen oder hinteren Buchdeckels geklebt wird und dessen andere Hälfte beweglich bleibt, dieser Vorsatz ist ebenfalls unbedenklich!

Mein Vorsatz für 2020 ist:

Ich muss gar nichts und werde nicht mehr trinken, aber auch nicht weniger. Punkt!