Gender Me!

Sind Sie auch schon geGendert? Nein? Dann wird es aber Zeit, denn ungeGendert werden Sie es zukünftig schwer haben!

Laut „Datensammlung Geschlechterforschung“ gibt es mittlerweile bundesweit an die 220 Genderprofessuren, davon allein fast 40 in Berlin! Der Bund förderte 2019 rd. 270 Forschungsvorhaben Genderforschung, mittlerweile mit etwa 20 Millionen Euro jährlich. Beispielhaft liest sich das in geförderten Forschungsvorhaben so: „Leib Christi – gendersensible Rekonstruktion einer theologischen Metapher“ oder „Transgressive Selbstbenennungspraktiken: Differenzierungsmarkierungen durch Rufnamenwechsel“.

Also muss was dran sein, denn die Regierung weiß, was für Deutschland gut ist und welche Probleme in der Republik dringend und wichtig sind.

Die eifrigen Gender-Forschenden (ich vermeide hier mal die geschlechtsspezifische Berufsbezeichnung) haben auch herausgefunden, dass u.a. bei den lebenden Piepmätzen nur 27 % und bei den Säugetieren nur 39% weiblich benannt werden.  Auch schlimm der Gender-Befund für Naturkundemuseen: von 2,5 Millionen ausgestopften Viechern in großen internationalen Museumsbeständen sind lediglich 40% der Piepmätze und 48% der Säugetiere weiblich benamt.

Eine Sauerei, finden sie doch auch, nicht wahr? Oder eine Eberei? Also besser Schweinerei!

Schuld daran sind??? Ja, wir haben es geahnt, sind wieder weiße alte Männer, die seit 1880 als Forscher, Jäger und Sammler unterwegs sind und fündig wurden. So vermuten weibliche Genderforschende, dass sich männliche Viecher leichter fangen ließen, buntere Gefieder und imponierendere Gehörne  als weibliche Viecher haben. Alte weiße Männer hätten so eine genderungerechte Bevorzugung ihrer tierischen Geschlechtsgenossen  vorgenommen, beklagen weibliche Genderforschende.

Ich befürchte, dass es manchmal beim genannten Gendermainstream nicht allein um die Beseitigung von tatsächlicher oder vermeintlicher Diskriminierung geht. Gefühlt ist für mich der Genderismus leider dabei, seinen an sich berechtigten Ansatz und die notwendige Akzeptanz in der Bevölkerung zu verspielen.

Die börsennotierte Firma Bic bietet neuerdings Frauen-Kugelschreiber an. Endlich! Nach 100 Jahren Frauenwahlrecht war es an der Zeit für einen eigenen Kugelschreiber.

Kürzlich haderte der Moderator Jürgen von der Lippe mit der Diskriminierung der „alten weißen Männer“ und verwies auf eine zunehmende jakobinische Grundhaltung in Teilen des Genderismus, die direkt ins Zeitalter der Prüderie führen würde.

Ich bin als alter weißer Mann für die Genderforschung gern ein willkommenes Forschungsobjekt.

Aber meiner Frau darf ich noch in den Mantel helfen, oder?