Katzentage!

Am 08. August 2020 war internationaler Weltkatzentag.  Angeblich gibt es zig Katzen-Jubeltage, so den 17. Februar, der als „World Cat Day“ in Europa zu frohem Miauen Anlass geben soll und den 01. März, der in Russland für ein massenhaftes zu Herz gehendes мяу́кать sorgt. In den USA werden  Katzen am 29. Oktober, dem National Cat Day“, gefeiert, und am 10 Juli, dem „National Kitten Day“, der aber nur Kätzchen gilt.

Bei uns zuhause wohnt Kater Mikesch. Er ist einer von fast 15 Millionen Katzen, die in Deutschlands Haushalten als vierbeiniges Streichelobjekt schnurren und Frauchen und Herrchen emotional in Schach halten. Namensgebend für Mikesch (tschechisch Michael) war die gleichnamige Fernsehserie der Augsburger Puppenkiste. Die Zischlaute in seinem Namen sollen für seine Ohren schlecht sein, was ich erst später erfuhr. In der Braunschweiger Zeitung las ich von einem Katzenhalter, der fünf €/Tag für seine Katze ausgibt. Mit Kosten von durchschnittlich 50 €-Cent/Tag ist Mikesch geradezu ein Sparschwein.

Da meine Frau und ich einen Naturgarten haben, in dem viele Vögel zu Besuch vorbeikommen oder  Nester bauen, bin ich mit ambivalenten Gefühlen Mikesch gegenüber erfüllt.

Sein Trockenfutter entspricht zwar als biologisch, artgerechter Fütterung seiner Vorzugs-Beute, der Maus. Trotz des  guten Futters erbeutet Mikesch zu meinem Ärger ab und zu auch einen Piepmatz. Eigentlich ist er im Hause „angestellt“, um Mäuse und Ratten zu jagen. Hat er dies mit Erfolg getan wird er gelobt und beschmust.  

Mikesch wurde angeschafft, als das letzte unserer vier Kinder das Elternhaus verlassen hatte und bei mir ein „Empty-Nest-Syndrom“ aufkam.  Als Lückenfüller hat Mikesch seitdem seinen festen Status als Familienmitglied. Sympathien verspielt er stets, wenn er den Bodenbelag im Wohnzimmer mit scharfen Krallen bearbeitet. Er hat macht uns so klar, dass er Futter wünscht oder aus dem Haus gelassen werden möchte.

Seine Unabhängigkeit und Eigenwilligkeit faszinieren mich.

Mikesch wurde frühzeitig kastriert, um das Katzenelend nicht zu vergrößern, dass es auch im Peiner Land durch nicht kastrierte Katzen gibt. Diese können locker mehrmals im Jahre für Nachwuchs sorgen. Ein einziges Katzenpaar kann theoretisch innerhalb von fünf Jahren weit über 10.000 Nachkommen hervorbringen, wenn alle Kätzchen durchkommen.

Mikesch kann im Gegensatz zu nicht kastrierten Katern auf ein längeres und weniger anstrengendes Leben hoffen. Seltenere Revierkämpfe mit Rivalen oder Auseinandersetzungen um die Gunst von Kätzinnen führen  zu weniger  Stress in seinem Katerleben.

Wir möchten ihn nicht missen!