Finnisch, leicht gemacht!

Finnlandreise vom August 2013

Ein subjektiver und persönlich gefärbter Reisebericht

Prolog:
“….Ja und Sie fahren dann mit der Delegation nach Finnland…,“ merkt mein Chef vor Monaten fast beiläufig an.

Verdutzt und überrascht bestätige ich diese Anordnung sicherheitshalber sofort, denn diese “Ehre” ist mir seit 21 Jahren nicht geschehen, nicht, seitdem ich beim selben Unternehmen arbeite.
In den nächsten Wochen bereite ich mich seelisch und geistig auf diese Reise vor.
Was finde ich über Finnland heraus?
Finnland (Suomi) ist eine Republik und seit 1995 Mitglied der EU.
In Finnland leben rd. 5,4 Millionen Menschen auf einer Fläche, die nur wenig kleiner als Deutschlands Fläche ist.

Finnland wurde im 12. Jahrhundert in das Schwedische Reich eingegliedert, gelangte 1809 aber infolge kriegerischer Niederlagen Schwedens unter russische Herrschaft.

1917 erlangte das Land die staatliche Unabhängigkeit, als in Russland in Folge der Februarrevolution dort das Zarenreich zerbrach.
Seit dieser Zeit ist Finnland eine stolze Republik.
Die Finnen gelten –zu Recht oder Unrecht- als deutschfreundlich.
Dies geht wohl u.a. auf die 1918 die aus Deutschland zurückkehrenden und dort militärisch ausgebildeten „Finnischen Jäger“ zurück.
Diese verstärkten die „weißen“ bürgerlichen Truppen in Finnland und errangen mit Unterstützung eines deutschen Interventionsverbandes, der Ostsee-Division, den Sieg der Bürgerlichen über die finnischen „Roten Garden“.
Damit drängten sie den russischen Einfluss militärisch zurück.
Weitere „Waffenbrüderschaften“ gab es im zweiten Weltkrieg, nachdem Finnland 1939 von der Sowjetunion angegriffen worden war und große Gebietsabtretungen an die Sowjets erfolgen mussten.
1941 beteiligte sich Finnland an deutscher Seite im sogenannten „Fortsetzungskrieg“ am Russlandfeldzug mit dem Kriegsziel der Wiedergewinnung der gerade verlorenen Gebiete, schloss aber angesichts der Niederlage Deutschlands mit der Sowjetunion einen Waffenstillstand, verlor dabei wichtige große Areale.
Nun, das mag hier viele merkwürdig anrühren, aber die finnischen Gastgeber sollten mehrfach in den offiziellen Reden auch hierauf „lobend“ zu sprechen kommen.

Sie stehen stolz zu ihrer militärischen Vergangenheit.

 

Nun, zurück zur Reise:
Interessanterweise bemerkt zu Hause jede und jeder, der oder dem ich erzähle, dass es für mich in Kürze nach Finnland gehen soll, sofort, dass die finnische Sprache ja aus der ungarischen Sprache herrührt oder mit dieser große Ähnlichkeit habe.

Neugierig, wie ich nun einmal bin, gehe ich dem nach.

Und es stellt sich heraus, es stimmt nur bedingt.
Das Finnisch gehört zu der Familie der finno-ugrischen Sprachenfamilie, ist nur entfernt mit ungarischen Sprache verwandt, mehr mit der estnischen Sprache.

Aber ich lasse die Leute bei ihren Glauben.
Das Finnische ist schon besonders: Im Finnischen gibt es Sonderbuchstaben å, ä, und ö und die Buchstaben c, q, w, x, und z kommen in rein finnischen Wörtern gar nicht vor. Daneben gibt es noch Sondervokale wie z.B. œ, æ .

Ein paar Schlaumeier teilen mir mit einem grinsenden Lächeln mit, das Finnisch ganz einfach sei: zum Beispiel heiße Hotel auf Finnisch Hotelli, Cognac heiße Cognaci, und Salmiak heiße Salmjakki und die Hauptstadt sei Helsinki.

So sprachlich hervorragend vorbereitet geht es dann mit der Delegation im August nach Berlin Tegel in Richtung Helsinki, der Hauptstadt von Finnland:

Am Flughafen Helsinki, den wir nach kurzer Reisedauer per Flugzeug erreichen, erwartet uns ein sehr freundliches Team aus Heinola, ein sehr versierte Manager und die junge, hübsche aber oft kichernde Dolmetscherin, und ein Fahrer.

Die rd. 140 km von Helsinki nach Heinola, dem Ziel unserer Reisedelegation legen wir gut unterhalten und bestens versorgt zurück…

Und da erscheint es, das Zauberwort

Unser Hotelli Kumpeli

Unsere Gastgeber haben dabei eine sehr gute Wahl für uns getroffen und alle Delegationsmitglieder schwärmten von der Unterbringung!

Alles in allem eine tolle Erfahrung, gerne mehr davon!

Zu Hause hab ich das Ganze auch noch ein bisschen malerisch verarbeitet…

Über Wolfgang Gemba

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