Mein Ochsenweg 2 (01.08.2015) 7 Stunden Bahnfahrt von zu Hause nach Flensburg , 20 Km Radtour Flensburg-Oeversee

Der Tag bringt weniger einen Ochsenweg, als vielmehr eine Ochsentour.

Morgens in aller Früh werden die letzten Dinge gepackt und das, was mir noch des Nachts an fehlenden Reiseelementen eingefallen war, wird flugs ergänzt: so zum Beispiel ein Spanngurt, um das Rad während der Fahrt im Zug zu fixieren.

Endlich ist alles fertig und die Reise kann losgehen.

Ein bischen sehe ich aus wie ein Polizist…aber das ist der Sicherheit geschuldet….

Nach kurzer 30-minütiger Anfahrt durch die schöne abwechslungsreiche Landschaft im Norden meines Landkreises warte ich am Bahnhof auf den ersten meiner insgesamt sechs Regionalzüge.

Umd dort erwartet mich eine wahre Ochsentour.

Ist es nicht schon anstrengend bei sieben Stunden Reisezeit fünfmal umzusteigen, dann sind drangvolle Enge in Zügen und stehende Reise, da einfach kein Sitzplatz mehr vorrätig ist, eine wirkliche Herausforderung an Stimmung und Kondition.

Erstaunlich und erfrischend  wie gut, bei allem Stress, Stimmung und Laune zwischen den Bikerinnen und Bikern in den vollgequetschten Zugabteilen ist.
Man tauscht sich kameradschaftlich über die verschiedenen Touren aus, gibt Hinweise zu Übernachtungsmöglichkeiten, die man im Laufe der Jahre gefunden gefunden hat und jeweils einige Minuten vor dem nächsten Halt wandern einzelne Gepäckstücke und ganze Fahrräder über den Köpfen der Mitfahrerinnen und Mitfahrer zu den Ausstiegsarealen der Abteile.

In Hamburg, auf diesem wirklich bemerkenswerten Großstadt-Bahnhof flutet eine unglaubliche Menschenmenge vor mir her und auf mich zu.
Ich entdecke meinen Freund in der Menge und wir sehen zu, dass wir rasch auf unseren Bahnsteig kommen, an dem später dann unser Zug nach Flensburg startet.

An einem Zwischenbahnhof, nämlich in Kiel, wird es extrem spannend, da wir lediglich eine einzige Minute Umsteigezeit haben.

Aber wir haben Glück, unser Anschlusszug hat ein sympathisches und professionelles Zug-Team, dass dafür gesorgt hat das auf unseren Zug gewartet wird.
Wie auch im vorhergehenden Zug von Hamburg nach Kiel erfreuen wir uns an der erfrischenden Leere (im Gegensatz zu vorher) im Zug und genießen die Fahrt, bis wir endlich in Flensburg auf dem Bahnhof ankommen.

Ein wenig trostlos wirkt er, wie “finis-terrae”..

Nach wenigen Handgriffen sind unsere Räder und wir startbereit und wir bewegen uns stetig und gemütlich aus Flensburg heraus durch das Flensburger Land, die schöne Landschaft und die Landluft genießend.

Nach schlappen 20 km haben wir den ersten Zielpunkt erreicht, ein kleines Hotel mit Gaststätte in einem winzigen Dorf namens Oeversee.
Wir verladen unsere Gepäckstücke aufs Hotelzimmer, die Fahrräder werden sicher in einer Garage untergebracht, anschließend genießen wir bei zünftigem kühlen Bier, Bratkartoffeln und Matjes einen wunderbaren sonnigen Samstagabend.

Über Wolfgang Gemba

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